2015/II

Einflussfaktoren die nachweislich gesundheitsgefährdend bei der Arbeit sind

Der iga.report 31 "Risikobereiche für psychische Belastungen" analysiert anhand von vorliegenden Studien und Untersuchungen, welche Einflussfaktoren bei der Arbeit nachweislich gesundheitsgefährdend sind. Folgende Einflussfaktoren sind nachweislich gesundheitsgefährdend:

  • hohe Arbeitsintensität (job demand)
  • geringer Handlungsspielraum (Job control)
  • Ungleichgewicht zwischen erlebter beruflicher Leistung und dafür erhaltener Wertschätzung
  • Überstunden
  • Schichtarbeit
  • geringe soziale Unterstützung
  • Rollenstress
  • Aggressives Verhalten am Arbeitsplatz
  • Arbeitsplatzunsicherheit

Kombinationen von Einflussfaktoren sind möglich, z.B. hohe Arbeitsintensität in Kombination mit geringem Handlungsspielraum (hoher Job strain). Forschungsbedarf besteht z.B. noch zu dem Thema ständige Erreichbarkeit, Zeitarbeit und Mobilität. Hierzu konnte der iga.report 31 keine Aussagen treffen.

Link zum iga.report: http://www.iga-info.de/fileadmin/redakteur/Veroeffentlichungen/iga_Reporte/Dokumente/iga-Report_31_Risikobereiche_fuer_psychische_Belastungen.pdf

RELAX-iON führte im Jahre 2014 eine Stichproben-Befragung zu dem Thema "ständige Erreichbarkeit" durch. Diese ist nicht repräsentativ kann aber interessante Hinweise bieten. Link zur Erreichbarkeits-Studie: http://relax-ion.de/erreichbarkeit.html

 

Belastungssituationen von Führungskräften

Die Hochschule Heidelberg hat in der Studie "Psychische Gesundheit von Manager/innen" unter anderem die Belastungssituationen von Führungskräften ermittelt. Dabei gelten als Belastungsfaktor (in absteigender prozentualer Reihenfolge): Arbeitsintenstität, Emotionale Anforderungen, Work-Privacy-Konflikte und Rollenkonflikte.

Es gibt unterschiedliche Ausprägungen bei unterschiedlichen Hierarchieebenen: Für die untere Führungsebene sind vor allem hohe Arbeitsintensität und hohe emotionale Anforderungen belastend. Für die obere Führungsebene hingegen vor allen Dingen Rollenkonflikte.

Link zu der Studie: wurde leider mittlerweile deaktiviert